Bildungskrise in der Kita? Das Programm
Es muss alarmieren, wenn in vielen deutschen Großstädten bis zu 30 Prozent der Kinder nicht ausreichend auf den Schulbeginn vorbereitet sind. Beginnt die deutsche Bildungsmisere schon in der Kita? Dieser Frage gehen wir auf dem 2. Nationalen Forum Frühe Bildung am 16. und 17. Juni 2026 nach und schauen, wie die Qualität in der frühen Bildung gesteigert werden kann.
Worum geht es in diesem Jahr?
Politik und Wissenschaft sind sich mit vielen Praktikerinnen und Praktikern einig: Eine hochwertige Frühe Bildung ist der zentrale Baustein für mehr Bildungserfolg und Chancengerechtigkeit. Deshalb muss es alarmieren, wenn in vielen deutschen Großstädten bis zu 30 Prozent der Kinder nicht ausreichend auf den Schulbeginn vorbereitet sind.
Beginnt die deutsche Bildungsmisere schon in der Kita?
Durch Initiativen von Bund und Ländern wurde das Betreuungsangebot in den letzten 15 Jahren quantitativ stark ausgebaut – auf Kosten der Qualität? Was wissen wir über das
Bildungsverständnis der Kitas, was über ihre Prozessqualität? Welche Rolle spielen Träger, Verbände und Verwaltung, wenn es um verbindliche Qualität in der Frühen Bildung geht?
Ein Einwand lautet: Die Einrichtungen können die Aufgaben in der nötigen Qualität gar nicht stemmen, weil die Personalschlüssel dafür nicht ausreichen. Zudem würden Ansprüche an die Kitas herangetragen, die nicht zur deutschen Kitatradition passen. Die Fragen sind hochaktuell und rufen nach Steuerungs- und Handlungsoptionen.
Derzeit erarbeitet der Bund in Abstimmung mit den Ländern ein neues Qualitätsentwicklungsgesetz. Zudem strebt der Bund an, den Sprach- und Entwicklungsstand aller
Vierjährigen zu erheben und sie – wenn nötig – verbindlich zu fördern. Diese Vorhaben möchten wir kritisch diskutieren. Dabei werfen wir auch einen Blick über die Landesgrenzen: Wie steuern unsere europäischen Nachbarn Qualität und Evaluation, und welche Anregungen lassen sich daraus für unser eigenes System ableiten?
Auch zum 2. Nationalen Forum Frühe Bildung werden wieder 80 zentrale Expertinnen und Experten aus Politik und Verwaltung, Wissenschaft und Praxis, Trägern und Verbänden,
Stiftungen und Medien für 24 Stunden zusammenkommen, um gemeinsam zu kurzen wie präzisen Impulsen zu diskutieren: kontrovers und offen, vertraulich und zielgerichtet.

Lernen in der Kita findet vielfältig statt. Foto: iStock
Die wichtigen kernfragen im blick
- Was wissen wir über das Bildungsverständnis der Kitas? Was über ihre Prozessqualität?
- Welche Rolle spielen Träger, Verbände und Verwaltung, wenn es um verbindliche Qualität in der frühen Bildung geht?
- Wie muss ein neues Qualitätsentwicklungsgesetz gestaltet sein, um wirksame Steuerungsimpulse zu setzen?
- Welche Steuerungs- und Evaluationsmodelle nutzen europäische Nachbarländer erfolgreicher als Deutschland? Welche dieser Impulse lassen sich realistisch auf das deutsche föderale System übertragen?
Darum soll es gehen beim 2. Nationalen Forum Frühe Bildung vom 16. bis 17. Juni 2026 auf dem Bildungscampus der Dieter Schwarz Stiftung in Heilbronn.
Die Einladung zum Nationalen Forum Frühe Bildung ist persönlich und nicht übertragbar.
Programmheft 2026: Bildungskrise in der Kita? Wie die Qualität in der frühen Bildung gesteigert werden kann
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